Coronavirus Stand 6.11.2020

Das BMF präsentierte heute im Rahmen einer Pressekonferenz den Inhalt der Verordnung des Bundesministers für Finanzen gemäß § 3b Abs. 3 des ABBAG-Gesetzes betreffend Richtlinien über die Gewährung eines Lockdown-Umsatzersatzes durch die COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (COFAG).

Die Antragstellung soll ab heute funktionieren. Die FAQs zum Umsatzersatz sind unter https://www.bmf.gv.at/public/informationen/informationen-coronavirus/infos-umsatzersatz.html zu finden, ergänzende Informationen sollen demnächst auf https://umsatzersatz.at/ veröffentlicht werden.

Es konnte trotz Zuständigkeit der COFAG ein möglichst unkompliziertes Verfahren erreicht werden. In der Pressekonferenz heute ergaben sich noch folgende Klarstellungen:

  • Der Lockdown-Umsatzersatz kann neben der Kurzarbeit beantragt werden
  • Wenn Unternehmen versuchen, trotz Lockdown einen Umsatz zu erzielen (zB. durch Lieferservice) kürzt dies den Umsatzersatz nicht


Korrekturen des automatisch ermittelten Umsatzersatzes sind durch schriftliche Bestätigung innerhalb von 2 Wochen nach Mitteilung der Förderung möglich.

  • Eckdaten des Umsatzersatzes


Für den Zeitraum der angeordneten Schließung werden den betroffenen Unternehmen 80 % ihres Umsatzes ersetzt. Um diesen Umsatzersatz möglichst unkompliziert zu ermöglichen, wird dieser anhand der Steuerdaten, die der Finanzverwaltung vorliegen, automatisch berechnet. Die Beantragung erfolgt über Finanz Online. Beantragt werden kann der Umsatzersatz ab heute bis 15.12.2020. Der Umsatzersatz soll innerhalb von 14 Tagen überwiesen werden. Der maximale Auszahlungsbetrag pro Unternehmen ist gemäß Genehmigung der EU-Kommission mit 800.000 € gedeckelt, wobei bestimmte Coronahilfen gegengerechnet werden müssen. Der Fixkostenzuschuss 1 muss nicht gegengerechnet werden, Kurzarbeit wird nicht abgezogen. Weiters steht fest, dass neue Umsätze durch Umstieg auf Lieferung bei Restaurants und Umsätze aus Geschäftsreisen bei Hotels nicht berücksichtigt werden müssen.

Voraussetzungen sind: Ein Sitz, eine Betriebsstätte oder operative Tätigkeit in Österreich, kein Insolvenzverfahren und eine Arbeitsplatzgarantie von 3. bis 30.11.2020.

  • Fixkostenzuschuss bis 800.000 € im November


Für Unternehmen, die nicht direkt von den Maßnahmen betroffen sind, dennoch aufgrund des Coronavirus deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben, ist der Fixkostenzuschuss eine wirksame Wirtschaftshilfe. Noch im November wird ein Fixkostenzuschuss bis 800.000 €, abzüglich der bereits erhaltenen Hilfen, verfügbar sein. Darin werden Abschreibungen sowie frustrierte Aufwendungen (zB. bei Reisebüros) berücksichtigt werden. Auch eine Kombination von Umsatzersatz (für November) und Fixkostenzuschuß (für Monate außer November) ist für unterschiedliche Zeiträume möglich. Die Verhandlungen mit der EU-Kommission zum Fixkostenzuschuss 2 werden parallel dazu weitergeführt.

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